Die ersten kalten Abende sind da, und der Kaminofen bekommt wieder zu tun. Bevor das erste Holz brennt, lohnt sich eine kleine Pflegerunde. Ein gepflegter Ofen heizt sparsamer, sieht besser aus und hält deutlich länger. Wir zeigen dir, worauf es ankommt, und was du rund um den Ofen tun kannst, damit das ganze Wohnzimmer davon profitiert.
1. Asche und Brennraum regelmäßig reinigen
Eine dünne Ascheschicht auf dem Boden des Brennraums ist sogar gut: Sie isoliert und hilft beim Anzünden. Wird sie zu dick, bekommt das Feuer aber zu wenig Luft von unten. Leere den Aschekasten deshalb regelmäßig, und zwar nur, wenn die Asche vollständig kalt ist. Am besten nimmst du dafür einen Metalleimer mit Deckel, denn Glutreste können noch Stunden später glimmen.
2. Sichtscheibe ohne scharfe Mittel säubern
Eine verrußte Scheibe nimmt dem Kaminabend viel von seinem Reiz. Bewährt hat sich ein feuchtes Zeitungspapier, das du kurz in die kalte Asche tupfst: Die feine Asche wirkt wie ein mildes Scheuermittel. Kratzende Schwämme und aggressive Reiniger solltest du meiden, sie können Glas und Dichtungen beschädigen. Bildet sich sehr schnell neuer Ruß, ist das oft ein Zeichen für zu feuchtes Holz oder zu wenig Luftzufuhr.
3. Dichtungen und Schamottsteine prüfen
Die Dichtschnur an der Ofentür sorgt dafür, dass der Ofen kontrolliert brennt. Ist sie hart, rissig oder liegt nicht mehr an, sollte sie getauscht werden. Auch die Schamottsteine im Brennraum verdienen einen Blick: Feine Haarrisse sind normal, größere Brüche oder fehlende Stücke dagegen nicht. Wer unsicher ist, holt sich Rat vom Fachhandel. Ausführliche Tipps rund um Wartung und Austausch findest du im Ratgeber Ofen und Heizeinsatz richtig pflegen.
4. Nur trockenes, unbehandeltes Holz verwenden
Das Brennholz ist der größte Hebel für einen sauberen Ofen. Gut abgelagertes Holz mit einer Restfeuchte unter 20 Prozent brennt heißer, sauberer und hinterlässt weniger Ruß in Brennraum und Schornstein. Lackierte, beschichtete oder behandelte Holzreste gehören nie in den Ofen. Sie setzen Schadstoffe frei und greifen das Material an.
5. Den Schornsteinfeger nicht vergessen
Einmal im Jahr, je nach Region und Nutzung auch öfter, prüft der Schornsteinfeger Ofen und Abgasweg. Das ist nicht nur Pflicht, sondern auch die beste Versicherung gegen böse Überraschungen. Plane den Termin am besten vor Beginn der Heizsaison ein.
Rund um den Ofen: das Wohnzimmer gleich mit auffrischen
Wer ohnehin gerade aufräumt und putzt, merkt oft, dass auch die Umgebung des Ofens etwas Pflege vertragen könnte. Wände, Sockel und Möbel in der Nähe bekommen über die Jahre Staub und Ruß ab. Mit einem frischen Anstrich wirkt die Kaminecke schnell wieder einladend. Wichtig dabei: Farben und Lacke für Wände, Fliesen oder Möbel sind nicht für die heißen Flächen des Ofens selbst gedacht. Halte die Abstände zum Ofen ein, die der Hersteller angibt, und streiche nur Flächen, die im Betrieb nicht heiß werden.
So wird der Ofen auch diesen Winter zum Mittelpunkt eines gemütlichen Zuhauses.


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