RAL 6022 Braunoliv
Kräftig und ruhig. Nimmt Licht aus dem Raum, wirkt auf Möbeln und Türen sehr wertig.
Feuchtes Laub am Ende des Sommers, kurz bevor es zu Erde wird: dieses Bild trifft die Stimmung von Braunoliv am besten. Es ist ein Grün, das sich nicht meldet, sondern bleibt. Kein Ton, der Aufmerksamkeit sucht, sondern einer, der Ruhe gibt, sobald man ihn im Raum hat. Etwas Erdiges liegt darin, etwas Gedecktes, das an bemooste Rinde oder an alte Militärstoffe denken lässt.
Auf größeren Flächen wie Küchenfronten oder einer ganzen Zimmertür entfaltet Braunoliv eine Schwere, die einen Raum eher zusammenzieht als weitet. Bei viel Tageslicht zeigt er feine grüne Untertöne, fast wie nasses Moos in der Sonne. Sobald das Licht schwindet, kippt er ins Erdbraune, fast schwarz an schattigen Stellen. Diese Wandlung macht ihn spannend für Räume, die sich über den Tag verändern, etwa Küchen mit Fenstern nach Westen oder Flure mit wechselndem Licht.
Mit hellem Holz wie Eiche oder Ahorn entsteht ein Kontrast, der beide Seiten ruhiger wirken lässt. Auf dunkler Nussbaumfläche zieht sich der Ton fast unsichtbar hinein, wie eine Fortsetzung des Holzes selbst. Messing und Altgold setzen darauf einen warmen Glanzpunkt, während gebürstetes Schwarzmetall die erdige Seite betont. Leinen, Wolle und Cord in Sand oder Ton passen gut dazu, ebenso Naturstein mit grauem oder beigem Schimmer.
Eine Stufe heller, in Beigegrau, entsteht ein Übergang, der Braunoliv seine Tiefe nimmt und ihm eine ruhige Nachbarschaft gibt, etwa für Sockelleisten oder angrenzende Wandflächen. Perlweiß bringt als Gegenspieler Licht in die Kombination, besonders an Decken oder Fensterrahmen, wo Braunoliv sonst zu schwer wirken würde. Schwarzbraun, oft für Griffe und Sockel gewählt, vertieft den gesamten Auftritt noch einmal und gibt ihm einen klaren, fast unauffälligen Rahmen, ohne dass ein zusätzlicher Farbton hinzukommt.
Im Vergleich zu Grauoliv wirkt Braunoliv wärmer und weniger neutral, mit einem deutlichen Zug ins Erdige statt ins Graue. Braungrün liegt näher an einem klassischen Waldton, kühler und mit weniger Braunanteil in der Mischung. Schwarzoliv geht noch einen Schritt weiter in die Dunkelheit und verliert dabei fast jede grüne Regung, während Braunoliv genau an der Grenze bleibt, an der man das Grün noch erkennt.
Andere kombinieren so
- RAL 7006 Beigegrau eine Stufe heller
- RAL 1013 Perlweiß das passende Weiß
- RAL 8022 Schwarzbraun für Griffe und Sockel
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